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Familie Matthias & Ursula Perner vlg. Gaisschlager
Geschichte des Hofes
Der Hof, der jetzt den Namen "Gaisschlager" führt, wurde im Jahre 1868 von Gertraud Perner, geb. Rottenegger aus dem Besitz von Johann und Theresia Gaisschlager gekauft. Am 8. Juni 1868 wurde das Miteigentumsrecht für ihren Gatten Andreas Perner eingetragen.

Das Ehepaar Andreas und Gertraud Perner baute dann einige Gebäude, z.B. die Tenne, welche noch heute in renoviertem Zustand erhalten ist. Andreas Perner war ein geschickter Bastler. Es wurde praktisch alles am Hof selbst hergestellt. Damals existierte eine Schmiede, wo das Wagenzeug, Rechen, Gabeln und Schaffeln erzeugt wurden. Auch eine Dreschmaschine stammt aus den Händen Andreas Perner´s. Er und seine Frau hatten drei Kinder: Andreas, Matthias und Thekla. hof2.jpg

Am 13. Juni 1898 übernahm Andreas Perner jun. und seine Frau Thekla, geb. Hornsteiner den Hof. Dieser Ehe entstammten sechs Kinder: Agnes, Maria, Johann, Michael, Josef und Josefa.

Die Generation, die damals lebte, war von großer Not gezeichnet. In diese Zeit fiel der erste Weltkrieg und somit auch der Niedergang des Hofes. Am 4. April 1934, als der Hof total herabgewirtschaftet war und fast kein schlagbares Holz mehr vorhanden war, musste Andreas Perner an seinen Sohn Johann übergeben. Für diesen folgten nun "harte Jahre", bis im Jahr 1938 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich die Schulden, welche zum Großteil Steuerschulden waren, hof4.jpggestrichen wurden.

In der Kriegszeit war Johann Perner oft der einzige Mann am Hof. Er brauchte allerdings nicht einzurücken. Im Jahre 1942 heiratete Johann Perner schon fast 40jährig die Bauerntochter Rosa Morgenbesser aus Trattenbach am Wechsel. Dieser Ehe entsprangen drei Kinder: Margarethe (1943), Elisabeth (1945) und Johann (1948).

Nach dem Krieg, nach Plünderungen durch die Russen, konnte an einen langsamen Aufbau des Betriebes herangegangen werden. Im Jahre 1957 konnte der Hof durch einen befahrbaren Weg aufgeschlossen werden. Im selben Jahr wurde mit dem Bau eines neuen Stallgebäudes begonnen. Endlich war Platz für Vieh und auch für Futter. Früher mussten nämlich oft Winterschober errichtet werden. hof1.jpg

Durch die schwere Jugend und die vielen Entbehrungen war Johann Perner kränklich geworden. Der Bau des Stalles hatte ihm schwer zugesetzt, so dass er nicht mehr die Kraft aufbrachte, die vielen Neuerung, die es in dieser Zeit gab, mitzumachen. Er starb schließlich im Jahre 1966 im Alter von 63 Jahren. Sein Sohn Johann Perner (*1948) war zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters noch nicht 18jährig. Er übernahm am 13. Juli 1967 die Hälfte des Betriebes von seinem Vater.

Im Jahre 1967 wurde elektrischer Strom eingeleitet. 1968 ein Waldwirtschaftsplan erstellt, 1969 und 1970 2,50 km Waldwege gebaut, 1971 ein Traktor gekauft und 1974 wurde mit dem Bau eines neuen Wohnhauses begonnen, welches 1978 bezogen werden konnte.

Inzwischen wurde auf landwirtschaftlichen Gebiet der Getreidebau aufgegeben und der Kartoffelanbau auf den Eigenbedarf beschränkt. Zuchtvieh wurde angeschafft, um die Leistung im Viehbestand zu steigern. hof3.jpg

Im Jahre 1972 heiratete Johann Perner die Bauerntochter Marialuise Schrittwieser aus Krieglach. Dieser Ehe entsprangen fünf Kinder: Eva-Maria, Johannes Georg, Stefan, Christoph Florian und Matthias. Das Miteigentumsrecht für Marialuise wurde am 1.9.1975 eingetragen. Derzeit wird der Hof als reine Grünland - Waldwirtschaft im Haupterwerb bewirtschaftet.